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Diagnosen und Prognosen

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„Zwei Wirklichkeiten - ein Bild: Schweigsam fährt der Facharzt für Pränataldiagnostik mit dem Ultraschallkopf im kühlen Gel auf meinem Bauch herum. Ich sehe mein Kind schwarzweiß auf dem Bildschirm: alles ist dran... es gefällt mir, wie es sich bewegt, den Messungen des Arztes ausweicht, ein stiller Einklang. Nachher werde ich aus der Praxis gehen mit der Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Der Arzt antwortet einsilbig auf meine Fragen, vertröstet mich auf später. Ich bleibe arglos. Hinterher erfahre ich, dass der Arzt ein völlig anderes Kind gesehen hat, als ich selbst: Er hat einen dem Tod geweihten Fötus untersucht, mit vielfältigen Störungen, wie er sie so nur selten diagnostiziert. Im ersten Moment bin ich entsetzt über diese zwei verschiedenen gleichzeitigen Wirklichkeiten. Im Nachhinein weiß ich: die beiden unterschiedlichen Sichtweisen sind erhalten geblieben“ (Katja Baumgarten, 2001)

Diagnosen und Prognosen sind immer individuell. Krankheitsbilder - und demnach auch Prognosen - können sich ähneln, dennoch muss jede Familie ihren Weg gehen und einen eigenen Umgang mit ihrer Situation finden.

Zunächst gilt es die Begriffe Diagnose und Prognose zu unterscheiden.
Diagnose: meint die Feststellung oder Bestimmung einer Krankheit (also ganz konkret benannt).
Prognose: ist eine Aussage über Ereignisse, Zustände oder Entwicklung in der Zukunft (also eine Einschätzung aufgrund von Erfahungswerten).

Die häufigsten Diagnosen nach Pränataldiagnostik sollen hier kurz aufgezählt werden und können auf zahlreichen Seiten im Netz im Detail nachgelesen werden.

Genetische Anomalien: DiGeorge-Syndrom,  Klinefelter Syndrom, Monosomie X0 (Ullrich-Turner-Syndrom), Triploidie, Trisomie 13 (Pätau-Syndrom), Trisomie 16, Trisomie 18 (Edwards-Syndrom), Trisomie 21 (Down-Syndrom)

Neuralrohrdefekte: Anenzephalie, Hydrozephalus (Wasserkopf), Spina bifida (offener Rücken)
Organfehlbildungen: Bauchwanddefekte (Gastroschisis, Omphalocele), Fehlbildungen Urogenitalsysten (Harnabflusstörungen), Nierenfehlbildungen (Pottersequenz), Herzfehler, Zwerchfellhernie

Je nach Erkrankung sind die Prognosen für das Leben des Ungeborenen natürlich sehr unterschiedlich. Das Problem mit Prognosen ist, dass sie niemals mit absoluter SIcherheit gestellt werden können, da es nur Einschätzungen aufgrund von Erfahrungswerten sind, aber letztlich die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes nicht vorausgesagt werden kann. Die Prognose kann also besser oder schlechter sein, als vom behandelnden Arzt vorausgesagt.

Ich habe versucht, eine kleine Linkssammlung nach Diagnose zu erstellen:
(im Aufbau)

Anenzephalie
Bauchwanddefekte (Gastoschisis, Omphalocele)
CCAML
DiGeorge-Syndrom
Fehlbildungen Urogenitalsystem
Herzfehler
Hydrozephalus (Wasserkopf)
Klinefelter Syndrom
Megazystis (LUTO)
Monosomie X0 (Ullrich-Turner-Syndrom)
Nierenfehlbildungen (Pottersequenz)
Spina bifida (offener Rücken)
Triploidie
Trisomie 13 (Pätau-Syndrom)
Trisomie 16
Trisomie 18 (Edwards-Syndrom)
Trisomie 21 (Down-Syndrom)
Zwerchfellhernie