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Begleitung

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Gute Begleitung heißt, Autonomie, Selbstbestimmung und Selbstbefähigung der werdenden Eltern und Angehörigen zu stärken und zu fördern (Garten und von der Hude 2014, S.71). Das heißt, sie aktiv einzubinden in Entscheidungsprozesse sowie später in die Planung und Gestaltung der Geburt und/oder des Abschieds und soweit möglich in die Pflege (das gilt für lebende, sterbende wie gestorbene Kinder).

Pränataldiagnostiker: Für alle pränataldiagnostischen Untersuchungen
Humangenetische Beratung: Um über Krankheitsbild, Prognosen und weitere Untersuchungen und Ablauf aufzuklären
Psychosoziale Betreuung: Um die Eltern so früh wie möglich und vor allen Dingen wertfrei aufzufangen und zu begleiten und um für die Eltern regionale, hilfreiche Kontakte herzustellen.
Kinderarzt: Für mögliche Prognosen zur Entwicklung des ungeborenen Kindes sowie Austausch über schon bekannte Fälle. Ggf. Kontakt zu anderen Betroffenen. Darüber hinaus kann dieser Kinderarzt das dann geborene Kind weiter betreuen, dessen Fall er von Anfang an kennt.
Hebamme: Je früher eine Hebamme begleitet, desto besser. Sie wird die meiste Zeit haben, um auf Ängste und Wünsche der werdenden Eltern einzugehen und, um mit ihnen die Geburt vorzubereiten, dann bei der Geburt anwesend zu sein, und die Nachsorge und ggf. Trauerarbeit intensiv zu begleiten.
Gynäkologe: Neben dem Pränataldiagnostiker wird die betroffene Familie sehr wahrscheinlich ihren normalen Hausarzt oder Gynäkologen behalten, wo sie regelmäßig Gespräche und Rat finden sollte. Hier können weitere Termine mit anderem Fachpersonal vereinbart werden. Meist kennen sich Arzt und Patienten schon über einen längeren Zeitraum, weshalb schon eine gewisse Vertrauensebene vorhanden ist.
Andere Familien: Mit anderen Betroffenen zu sprechen, die die diagnostizierte Erkrankung des Kindes aus persönlicher Erfahrung gut kennen und sich schon Jahre damit befassen, kann außerdem sehr nützlich sein, um die Situation auch für die Zukunft besser einschätzen zu können. Dies kann über einen Verein, ein Elternforum, einen Behinderten- und oder Pflegeverband oder ähnliches geschehen. (Kontakte, Seite)
Mgl. Geburtsort: Krankenhaus, Geburtshaus, zu Hause